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VG Köln · Urteil vom 15. Februar 2006 · Az. 10 K 3031/05

Informationen zum Urteil

  • Gericht:

    VG Köln

  • Datum:

    15. Februar 2006

  • Aktenzeichen:

    10 K 3031/05

  • Typ:

    Urteil

  • Fundstelle:

    openJur 2011, 37242

  • Verfahrensgang:

Tenor

Die Klage wird abgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.

Tatbestand

Die Klägerin nahm im Mai 2004 an einer staatlich anerkannten Übersetzerprüfung (Ausgangssprache: Deutsch, Zielsprache: Englisch) teil. Mit Bescheid vom 25.11.2004 wurde ihr mitgeteilt, dass die Prüfung gemäß § 21 Abs. 2 der Prüfungsordnung als nicht bestanden gelte. Der Prüfungsausschuss habe ihre Leistungen wie folgt bewertet:

Aufsatz 28 Punkte

Übersetzung Englisch/Deutsch 12 Punkte

Übersetzung Deutsch/Englisch 8 Punkte

Diktat 9 Punkte.

Des Weiterem wurde darauf hingewiesen, dass eine nicht bestandene Prüfung zweimal wiederholt werden könne. Dagegen legte die Klägerin Widerspruch ein. In Bezug auf die Bewertung des Aufsatzes sei die erreichte Punktzahl bereits falsch berechnet worden (308:10 ergebe 31 und nicht 27). Die Vergabe von 30 Punkten für den Bereich Stil sei nicht schlüssig begründet. Es seien keine zusätzlichen Fehlerpunkte für den Stil abgezogen worden, diese seien bereits in der Bewertung des Bereiches Sprache enthalten, so dass insoweit ebenfalls eine Punktzahl von mindestens 35 Punkten anzusetzen sei, vorausgesetzt, dass die Fehlerpunkte korrekt bemessen seien, was bestritten werde. Die Verwendung des "past tenses" sei nahezu vollständig unbegründeterweise als falsch angesehen worden. In einem Aufsatz sei die Form der Zeit frei wählbar, diese sei konsequent und kontinuierlich beibehalten worden. Wortfehler seien in der Regel mit ein bis drei Fehlerpunkten zu bemessen, im Mittel also mit zwei Fehlerpunkten. Eine Bewertung mit drei oder sogar fünf Fehlerpunkten sei nur angezeigt, wenn das verwendete Wort den Sinn entstelle und zum Unverständnis der Aussage führe. Das sei -beispielsweise- in Bezug auf das Wort economic(al) nicht der Fall. Bezüglich der Bewertung des Inhaltes gebe es keinerlei Hinweis, nach welchen Kriterien die Bewertung erfolgt sei.

Bezüglich der Übersetzung Englisch/Deutsch sei die Benutzung eines Wörterbuchs als Hilfsmittel erlaubt gewesen. Es sei nicht vertretbar, dass die korrekte Übersetzung einzelner Worte als Fehler bezeichnet werde und das nicht nur im Einzelfall. Dies beziehe sich auf die Vokabeln slumpedstürzte, demand-Bedarf, decline in demand-Rückgang an Nachfrage, developers-Bauträger. In der Bauwirtschaft sei Bauträger ein feststehender Begriff, den es im Englischen nicht gebe. Dieser sei Unternehmer, aber nicht zu verwechseln mit dem Bauunternehmer. Da sie seit 15 Jahren in der (Bau-) Wirtschaft zu Hause sei, sei ihr hier die freie Auslegung zuzubilligen, zumal sie als Übersetzerin nicht bloß mit leeren Floskeln operiere, sondern den Sinn des Textes zu analysieren habe.

In Bezug auf die Übersetzung Deutsch/Englisch gelte im Prinzip dasselbe. So sei gemäß Wörterbuch die Übersetzung von nimbusnimbus, lebendigvivid, Eingriffinterference, Tidenhubtidelift und Süßwassersweet water korrekt. Die von ihr vorgenommene Änderung/Umdeutung des Quelltextes sei korrekt. Aus dem Sinnzusammenhang ergebe sich, dass der Text nur so gemeint sein könne, dass die Bucht tatsächlich kaum noch so aussehe wie früher, weil ja noch nicht einmal das Wasser dasselbe sei. Daher sei die Formulierung "sieht nur noch so aus wie früher" irreführend.

Hinsichtlich des Diktates sei die Vergabe von 8 Fehlerpunkten für einen einfachen Rechtschreibefehler wie z.B. Groß- statt Kleinschreibung völlig überzogen. In einem Text von ca. 160 Worten ergebe sich sonst bei 8 Rechtschreibfehlern bereits eine Fehlerquote von 5 %. Die Vergabe von 5 Fehlerpunkten für Zeichenfehler (hier: fehlende Bindestriche) sei ebenfalls nicht akzeptabel. Zudem sei sie mit Sicherheit als einzige Kandidatin überhaupt in der Lage gewesen, den vorgetragenen Text vollständig wiederzugeben. In Anbetracht des Schwierigkeitsgerades und unter angemessener Berücksichtigung der Definition der Prüfungsordnung sei die Leistung mit befriedigend zu bewerten.

Der Widerspruch wurde mit Widerspruchsbescheid vom 22.04.2005 zurückgewiesen. Laut Postzustellungsurkunde versuchte der Postbedienstete, der Klägerin das Schreiben unter der Anschrift T. Str. 00 am 23.04.2005 in deren dortiger Wohnung zu übergeben. Weil eine entsprechende Übergabe nicht möglich war, habe er das Schriftstück in den zur Wohnung gehörenden Briefkasten eingelegt. Zur Begründung wird ausgeführt, in Bezug auf den Aufsatz sei die erreichte Punktzahl korrekt ermittelt worden. Denn nach den vorgegebenen Bewertungsgrundsätzen sei in den Fällen, in denen -wie hier- die sprachliche oder inhaltliche Beurteilung des Aufsatzes zu der Note "ungenügend" führe, der gesamte Aufsatz mit dieser Note zu bewerten. Um den Stil des Aufsatzes zu würdigen, bedürfe es keiner im Einzelnen ausgewiesenen Hinweise auf konkrete Mängel, vielmehr werde eine Gesamtwürdigung verlangt, die auf dem Bogen für die Aufsatzbewertung von den Korrektoren vermerkt worden sei. Bei dem falschen Gebrauch der "past tenses" gehe es nicht darum, in welchem Tempus der Aufsatz geschrieben werde. Entscheidend sei, dass in vielen Fällen Sätze, die in einem logischen Zusammenhang stünden, unterschiedliche Tempi aufwiesen, was nicht zulässig sei. Bezüglich der Bewertung von Wortfehlern beurteile der Prüfungsausschuss die Arbeiten generell nach strengeren Kriterien, wie sie dem Anforderungsprofil der Übersetzerprüfung angemessen seien. Das gelte insbesondere dann, wenn es sich -wie hier- um schwerwiegende Vokabelfehler handele: "economical" heiße "sparsam", gemeint gewesen sei jedoch "economic" gleich "wirtschaftlich". Es sei also nicht nur um eine falsche Endung gegangen (z.B. bei quick/quickly), sondern um einen den Sinn entstellenden Wortgebrauch. Dafür sei ein Abzug von 5 Punkten angemessen. Die Bewertung des Inhaltes des Aufsatzes zu dem Thema "Präsident Bush steht kurz vor dem Ende seiner vierjährigen Amtszeit/Welches sind die Ergebnisse der von seiner Regierung verfolgten Wirtschafts- und Sozialpolitik?" sei nicht zu beanstanden. Der Aufsatz habe eine Länge von 3 3/4 Seiten, wovon ein Viertel auf Ausführungen entfalle, die keinen Bezug zum gestellten Thema hätten. Fast zwei Drittel befassten sich mit einer zu lang geratenen Einführung. Bis zur Seite 3 des Aufsatzes fehlten jegliche Ausführungen zu den ökonomischen oder sozialen Ergebnissen der Bush-Regierung. Es würden keine wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen der Regierung genannt, sondern nur Zustände beschrieben. Es werde lediglich zweimal darauf hingewiesen, dass die Bush-Regierung sich statt auf die Innen- auf die Außenpolitik konzentriert habe. Dem entsprechend werde im Bewertungsbogen ausgeführt "Thema nicht hinreichend erörtert + beantwortet" bzw. mit den Worten kommentiert, dass der letzte Satz des Aufsatzes wie eine Entschuldigung dafür klinge, dass das gestellte Thema nicht behandelt worden sei.

Hinsichtlich der Übersetzung Englisch/Deutsch sei darauf hinzuweisen, dass selbst bei Stattgabe aller Widerspruchspunkte die Arbeit 30 Punkte erzielen würde, was der Note "mangelhaft" entspräche. Das Übersetzen könne sich nicht im Nachschlagen von Wörterbüchern und Abschreiben der dort gefundenen Vokabel erschöpfen. Unabdingbar für eine übersetzerische Tätigkeit seien Text- und Wortanalyse, woran es hier mangele. Im Einzelnen: slumpedstürzte sei im vorliegenden Zusammenhang unidiomatisch; der gebräuchliche Ausdruck sei hier "fallen" oder "plötzlich fallen". Demand-Bedarf entspreche nicht dem Sinn des Textes, sondern gemeint sei die "Nachfrage nach". Decline in demand- Rückgang an Nachfrage sei eine unübliche Ausdrucksweise. Korrekt und allgemein üblich sei "Rückgang der Nachfrage nach". Developers sei im vorliegenden Zusammenhang nicht mit Bauträger, sondern mit Erschließungsunternehmen zu übersetzen, alles andere sei im vorgegebenen Kontext viel zu speziell.

Hinsichtlich der Übersetzung Deutsch/Englisch ergebe sich selbst bei Stattgabe aller Widerspruchspunkte eine Punktzahl von 36,5, was der Note "mangelhaft" entspreche. Bezüglich der allgemeinen Standards sei auf die vorherigen Ausführungen zu verweisen. Eine mögliche Übersetzung für das Wort "Nimbus" sei -da der Begriff im übertragenen Sinne gebraucht werde- "Aura". Der Begriff "lebendig" hätte hier mit "lively" übersetzt werden können. Eingriffinterference: "Interference" habe die Bedeutung von "Einmischung". Bei dem Ausdruck "Eingriff in die Küstenlinie" wäre der Ausdruck "intervention" passend gewesen. Den für den Begriff Tidenhub gewählte Ausdruck "tide lift" gebe es nicht, es müsse heißen "tidal range" oder "tide range". Der übliche Ausdruck für Süßwasser laute nicht "sweet water", sondern "fresh water". Für die Umdeutung des Ausgangstextes habe kein Anlass bestanden. Wenn der Verfasser des Textes auf die auf den ersten Blick bestehende Ähnlichkeit abstelle, sei es nicht Aufgabe des Übersetzers, seine eigene abweichende Sicht der Dinge in der Übersetzung darzustellen, zumal der Ausgangstext keinen logischen Fehler enthalte.

In Bezug auf das Diktat entspreche der Text hinsichtlich seines Schwierigkeitsgerades den Anforderungen der Prüfungsordnung. Dies gelte auch für die Punktabzüge für einzelne Fehler. Diese erfolgten gestaffelt nach Orthographie, Interpunktion bzw. Groß- und Kleinschreibung, für letztere würden in der Regel 5 Punkte abgezogen, falls nicht noch weitere Fehler hinzukämen, wie falsch gesetzte Bindestriche oder falsche Zusammen-/Getrenntschreibung. Bindestriche gehörten im Übrigen nicht zum Bereich Interpunktion, sondern fielen unter die Rechtschreibregeln. Die 13-zeilige Textvorlage weise in der Niederschrift der Klägerin 13 Fehler auf. Eine solche Leistung könne gemessen an den Anforderungen, die an einen Übersetzer gestellt würden, nicht mit der Note "befriedigend" bewertet worden.

Die Klägerin hat am 24.05.2005 (einem Dienstag) Klage erhoben. Im Hinblick auf die Verfristung der Klage trägt die Klägerin vor, der Widerspruchsbescheid sei an die T. Str. 00 zugestellt worden, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits am L.----weg 0 gewohnt habe. Bereits ihr Widerspruchsschreiben vom 27.12.2004 sei unter ihrer neuen Anschrift abgefasst. Sie sei Eigentümerin der Wohnung in der T. Str. 00 und dort nach wie vor gemeldet. Die Wohnung sei jedoch seit dem 15.04.2005 befristet vermietet, da sie später von ihrem ältesten Sohn bewohnt werden solle. Das Einfamilienhaus im L.----weg 0, das im Eigentum ihres Ehemannes stehe, sei nach dem Auszug eines Mieters im Juni 2004 von ihnen selbst bezogen worden.

In der Sache trägt die Klägerin vor, bei der Bewertung ihrer Arbeiten sei die Prüfungsordnung nicht beachtet worden. In § 22 werde eine ungenügende Leistung wie folgt definiert:

Eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst Grundkenntnisse fehlen.

Fehlende Grundkenntnisse könnten ihr jedoch angesichts ihrer Ausbildung und beruflichen Erfahrungen nicht unterstellt werden (1. Staatsexamen im Lehramt-Studium im Fach Englisch mit der Note gut; zweisprachig aufgewachsen und in den USA mit ausgezeichnetem Erfolg die Schule besucht; selbst Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Köln für die Fortbildungsprüfungen von Fremdsprachenkorrospendenten; regelmäßige Arbeit als Übersetzerin für einen namhaften internationalen Konzern zur vollsten Zufriedenheit des Kunden). Selbst die Definition einer mangelhaften Leistung

Eine Leistung, die den Anforderungen nicht entsprich, jedoch erkennen lässt, das gewisse Grundkenntnisse noch vorhanden sind,

würde in ihrem Fall nicht zutreffen. Zudem müssten gemäß Prüfungsordnung bei einer nicht ausreichenden Leistung die Gründe für die Bewertung ausführlich in einem schriftlichen Protokoll festgehalten werden. Ein solches habe sie jedoch bei ihrer Akteneinsicht nicht vorfinden können. Es sei unbestritten, dass einzelne Prüfungsteile einige Mängel aufwiesen, die jedoch derart unerheblich seien, dass diese gemäß den Vorgaben der Prüfungsordnung mindestens als ausreichende Leistungen

Eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, insgesamt jedoch den Anforderung noch entspricht.

bewertet werden könnten. Zudem sei die Vergabe einzelner Fehlerpunkte nicht korrekt, wie sie im Widerspruch näher dargelegt habe. Insgesamt sei festzustellen, dass die Anforderungen an eine Übersetzerprüfung nicht näher spezifiziert würden und auch kein Bewertungsmaßstab vorgelegt worden sei, wie im Einzelnen benotet werde. Es sei zum Beispiel für fehlerhafte Groß- und Kleinschreibung ein Abzug von 8 Fehlerfunkten erfolgt, so dass schon ca. 7 Flüchtigkeitsfehler zu einer mangelhaften Bewertung führten. Dem gegenüber sehe ein bundeseinheitliches Bewertungsschema der Industrie- und Handelskammern für Fortbildungsprüfungen für Rechtschreibfehler von minderer Schwere nur einen Abzug von 1 bis 2 Fehlerpunkten vor. Die Argumentation der Beklagten sei auch insoweit widersprüchlich, als es dort heiße, ein Auftraggeber, der kein ausgebildeter Übersetzer sei, könne durchaus mit der abgelieferten Übersetzung zufrieden sei, andererseits aber angenommen werde, dass die Übersetzung so formuliert sein müsse, dass ein Leser keine Schwierigkeiten mit dem Verständnis habe.

Die Klägerin beantragt,

die Beklagte unter Aufhebung ihres Bescheides vom 25.11.2004 und des Widerspruchsbescheides vom 22.04.2005 zu verpflichten, über den von ihr abgelegten schriftlichen Teil der staatlich anerkannten Übersetzerprüfung nach Neubewertung der schriftlichen Arbeiten neu zu entscheiden.

Die Beklagte beantragt,

die Klage abzuweisen.

Sie hält die Klage für verfristet. Materiell weist sie darauf hin, dass selbst eine Verbesserung bei der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen noch nicht zu einem Bestehen der Prüfung führen könne, da alle vier Prüfungsleistungen mit ungenügend bewertet worden seien. Die auf die Definition der Noten in der Prüfungsordnung gestützte Argumentation der Klägerin greife im Hinblick auf die Anforderungen an die Prüfung eines qualifizierten Übersetzers nicht durch. Hier gehe es um den Nachweis von Kenntnissen, die sie im Studiengang "Angewandte Sprachwissenschaften" mit dem Abschluss Diplom-Übersetzer gefordert würden. Im Mittelpunkt stünden neben fehlerfreier Sprachbeherrschung auch die Beherrschung der Übersetzungstechnik. Die von der Klägerin bisher erreichen Qualifikationen seien damit nicht vergleichbar. Dass ein Auftraggeber mit der abgelieferten Arbeit zufrieden sei, sei ebenfalls kein Indiz für die Qualität der Arbeit, Denn wenn dieser kein ausgebildeter Übersetzer sei und die Arbeit keine groben Sinnwidrigkeiten enthalte, werde er kaum in der Lage sein, Mängel zu erkennen. Die Fremdsprachenkorrespondentenprüfung könne angesichts des erheblich geringeren Anforderungsniveaus nicht als adäquate Alternative herangezogen werden. Bei der Übersetzerprüfung gehe es um den Nachweis, dass ein Text in seinem Zusammenhang verstanden und unter Berücksichtigung des jeweils vorliegenden Kontextes so in die andere Sprache übertragen werde, dass er in allen Aspekten den zielsprachlichen Gepflogenheiten entspreche und dabei die Aussagen und Nuancen des Ausgangstextes beinhalte. Die Übersetzungs- und Sprachleistung eines Übersetzers müsse lexikalisch, semantisch und syntaktisch einwandfrei und so formuliert sein, dass ein Leser, der ausschließlich der Zielsprache mächtig sei, keine Verständnisschwierigkeiten habe. Von dem Berufsstand eines Übersetzers werde erwartet, dass er druckreife Vorlagen abliefere. Von einem qualifizierten Übersetzer werde die Fähigkeit verlangt, selbst bei komplizierteren Begriffen eine tragbare Lösung zu finden. Die Arbeiten der Klägerin zeigten jedoch einen Mangel an sprachlichem Feingefühl und Präzision. Die Notendefinitionen der Prüfungsordnung seien auf dem Hintergrund dieser übersetzungswissenschaftlichen Standards zu sehen. Die von der Klägerin geltend gemachte formelle Fehlerhaftigkeit (fehlende Protokollierung) liege nicht vor, denn es habe keine mündliche Prüfung stattgefunden, so dass ein entsprechendes Protokoll nicht zu erstellen gewesen sei. Im Übrigen sei das Prüfungsergebnis von allen Prüfern unterschrieben worden. Es sei nicht gängige Praxis, im Rahmen des Prüfungsbescheides die Notengebung zu begründen. Die Begründung der Noten ergebe sich aus den Korrekturvermerken in den schriftlichen Arbeiten. Bei dem von der Klägerin vorgelegten "bundeseinheitlichen Bewertungsschema der IHK" handelt es sich um eine Empfehlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zur Korrektur von Prüfungsarbeiten, die zum einen für die Beklagte nur Empfehlungscharakter habe und sich zum anderen auf die Fremdsprachenkorrespondentenprüfung beziehe, die ein deutlich geringeres Niveau aufweise.

Wegen der weiteren Einzelheiten des Sachverhalts wird auf den Inhalt der Gerichtsakte und der beigezogenen Verwaltungsvorgänge Bezug genommen.

Gründe

Die Klage ist zulässig, aber unbegründet.

Die Klage ist nicht verfristet erhoben worden. Zwar ist der Widerspruchsbescheid mit Postzustellungsurkunde am 23.04.2005 zugestellt worden, die Klage ging jedoch erst am Dienstag, den 24.05.2005 bei Gericht ein. Jedoch war diese Zustellung nicht wirksam, weil die Klägerin zum Zeitpunkt der Zustellung nicht mehr unter der dortigen Adresse (T. Str. 00 in Köln) wohnte. Insoweit ist davon auszugehen, dass die Beweiskraft der Zustellungsurkunde gemäß § 418 ZPO sich bei der Ersatzzustellung gemäß § 180 ZPO -die hier erfolgt ist- nicht darauf erstreckt, dass der Zustellungsempfänger unter der Zustellungsanschrift wohnt. Allerdings wird durch die Erklärung des Zustellungsbeamten ein beweiskräftiges Indiz begründet, dass nur durch eine plausible und schlüssige Darstellung entkräftet werden kann, vgl. dazu in Bezug auf § 182 ZPO a.F. BV BVerfG, Beschluss vom 03.06.1991 -2 BvR 511/89-, NJW 1992, 224.

Die Aufgabe einer Wohnung setzt nicht voraus, dass ihr Inhaber alle Merkmale beseitigt, die den Anschein erwecken könnten, er wohne dort auch weiterhin. Aufgabewille und Aufgabeakt müssen aber, wenn auch nicht für den Absender des zuzustellenden Schriftstücks oder den mit der Zustellung beauftragten Postbediensteten, so doch jedenfalls für einen mit den Verhältnissen vertrauten Beobachter erkennbar sein. Wird etwa mit der Absicht zur Aufgabe der bisherigen Wohnung eine neue Wohnung an anderer Stelle genommen, so wird schon damit regelmäßig die Aufgabe hinreichend deutlich verlautbart. Dem steht nicht schon entgegen, dass der Umzug der Meldebehörde nicht angezeigt, der Post kein Nachsendeauftrag erteilt, dass Namensschild an der Wohnung belassen wird und weiterhin die Möglichkeit besteht, diese Räume aufzusuchen und dort eingegangene Post zur Kenntnis zu nehmen,

vgl. BGH, Urteil vom 27.10.1987 - VI ZR 268/86-, NJW 1988, 713.

Im vorliegenden Verfahren hat die Klägerin schlüssig vorgetragen, dass sie bereits im Juni 2004 in das Einfamilienhaus L.-----weg 0 umgezogen ist und die Wohnung T. Str. 00 im Zeitpunkt der Zustellung bereits befristet vermietet war. Sie hat insoweit den Mietvertrag für das Objekt T. Str. 00 vorgelegt, sowie eine Verbrauchsrechnung und eine an sie selbst gerichtete Telefonrechnung, die den Abrechnungszeitraum Dezember 2004 bis Januar 2005 betrifft und an die neue Anschrift gerichtet ist. Insbesondere hat die Klägerin bereits im Dezember 2004 ihren Widerspruch unter der neuen Anschrift abgefasst, auch wenn sie nicht ausdrücklich auf den Wohnungswechsel hingewiesen hat. Der Aspekt, dass der Widerspruchsbescheid sie gleichwohl erreicht hat erklärt sich nachvollziehbar aus ihrem Vortrag, dass sie weiterhin an der bisherigen Wohnung über einen Briefkasten verfüge. Soweit die Beklagte in der mündlichen Verhandlung den Inhalt des Schriftsatzes der Klägerin vom 08.02.2006 pauschal bestritten hat, wird damit die Wertung der Kammer nicht in Frage gestellt, zumal nicht ersichtlich ist, welche Einzeltatsachen nach Auffassung der Beklagten unzutreffend sein sollen. Da die Klägerin den Widerspruchsbescheid nach ihren Angaben erst einige Tage nach dem 23.04.2005 erhalten hat, war die Klagefrist unter Berücksichtigung des § 8 VwZG eingehalten. Die Klage ist jedoch unbegründet.

Der Bescheid der Beklagten vom 25.11.2004 in Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 22.04.2005 ist rechtmäßig und verletzt die Klägerin nicht in ihren Rechten (§ 113 Abs. 5 VwGO). Der Klägerin steht kein Anspruch auf erneute Entscheidung über den schriftlichen Teil der Übersetzerprüfung nach Neubewertung der schriftlichen Arbeiten zu. Es lässt sich nicht feststellen, dass die schriftlichen Arbeiten fehlerhaft bewertet worden sind.

Die Feststellung des Prüfungsergebnisses richtet sich nach § 47 des Berufsbildungsgesetzes in der derzeit geltenden Fassung - BBiG - in Verbindung mit § 21 der Prüfungsordnung der Beklagten für die staatlich anerkannte Prüfung von Dolmetschern und Übersetzern vom 10.06.1998 - PO -. Gemäß § 21 Abs.3 PO ist die Prüfung nicht bestanden, wenn im schriftlichen Prüfungsteil eine Aufgabe mit "ungenügend" bewertet wurde. Die von der Klägerin vorgebrachten Einwände gegen die Bewertung ihrer schriftlichen Arbeiten der staatlich anerkannten Übersetzerprüfung (Ausgangssprache: Deutsch, Zielsprache: Englisch) führen nicht dazu, dass die Arbeiten aus Rechtsgründen neu zu bewerten wären.

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts

- Beschluss vom 17.04.1991 - 1 BvR 419/81, 213/83 -, NJW 1991, 2005, 2007 -,

der die Verwaltungsgerichte folgen

- vgl. BVerwG, Urteil vom 09.12.1992 - 6 C 3/92 -, NVwZ 1993, 677, 678; OVG NRW, Urteil vom 24.06.1994 - 19 A 3286/92 -,

verpflichtet das in Art. 19 Abs. 4 GG verankerte Recht auf effektiven Rechtsschutz die Gerichte, auch Prüfungsentscheidungen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht grundsätzlich vollständig nachzuprüfen. Allerdings verbleibt der Prüfungsbehörde bei prüfungsspezifischen Bewertungen ein die gerichtliche Kontrolle einschränkender Beurteilungsspielraum, dessen Überprüfung u. a. darauf beschränkt ist, ob Verfahrensfehler oder Verstöße gegen anzuwendendes Recht vorliegen, ob die Prüfungsbehörde von einem unrichtigen Sachverhalt ausgegangen ist, gegen allgemeine Bewertungsgrundsätze verstoßen hat oder sich von sachfremden Erwägungen hat leiten lassen

- BVerwG, Urteil vom 09.12.1992 a.a.O.; VGH Mannheim, Beschluss vom 30.06.1980 - 9 S 974/80 -.

Prüfungsnoten sind in einem Bezugssystem zu sehen, das durch die komplexen Erfahrungen und Vorstellungen der Prüfer beeinflusst wird. Der das Prüfungsrecht beherrschende Grundsatz der Chancengleichheit verlangt, dass für vergleichbare Prüflinge soweit wie möglich vergleichbare Prüfungsbedingungen und Bewertungskriterien gelten und kein Kandidat die Chance einer vom Vergleichsrahmen unabhängigen Bewertung erhält. Mit diesen Grundsätzen ist es nicht vereinbar, dass das Gericht eine Prüfungsleistung selbst bewertet und - als Folge dieser eigenen Bewertung - die Prüfungsbehörde verpflichtet, die Prüfung für bestanden zu erklären

- BVerfG, Beschluss vom 07.04.1991 a.a.O.; BVerwG, Urteil vom 24.02.1993 - 6 C 38/92 -, NVWZ 1993, 686, 688.

In Anwendung dieser Grundsätze sind Rechtsfehler weder im Prüfungsverfahren noch bei der Bewertung der Leistungen ersichtlich.

In formeller Hinsicht ist nach dem Ergebnis der mündlichen Verhandlung davon auszugehen, dass der Prüfungsausschuss ordnungsgemäß besetzt war. Das Prüfungsergebnis ist auch von den drei Prüfern ordnungsgemäß festgestellt worden. Eine darüber hinausgehende Protokollierung ist in der Prüfungsordnung (§ 21) nicht vorgesehen.

Der Bewertungsvorgang, der sich an dem von der Beklagten in ihren Korrekturrichtlinien aufgestellten Bewertungssystem orientiert, ist rechtlich nicht zu beanstanden. Insbesondere unterliegt es keinen Bedenken, ausgehend von der Höchstpunktzahl 100 einzelne Fehlerpunkte in Abzug zu bringen und die ermittelte Endpunktzahl nach dem in § 20 Abs.1 PO niedergelegten Bewertungsschlüssel einem Ergebnis zuzuordnen. Die Handhabung, für einzelne Fehler Punktabzüge vorzunehmen, kommt der Eigenart der Übersetzungsprüfung gerade entgegen und erlaubt eine differenziertere und damit nachvollziehbarere sowie leistungsgerechtere Bewertung, als die von der Klägerin bevorzugte Vergabe von Pluspunkten aufgrund eines schwer kontrollierbaren Gesamteindrucks. Die Entscheidung, welche Fehlerpunktzahl am Ende welcher Note zugeordnet wird, ist Bestandteil der Beurteilungsermächtigung der Prüfer, die gerichtlicher Einflussnahme entzogen ist; insbesondere ist aus höherrangigem Recht nichts dagegen einzuwenden, dass dabei ein Ergebnis von mehr als 100 Fehlerpunkten ebenso wie eine Nichtleistung mit 0 Punkten eingestuft wird. Die arithmetisch geprägte Bewertungsmethode lässt auch die Erfassung sämtlicher Umstände zu, die für das Leistungsbild bedeutsam sind. Der nach den Korrekturrichtlinien vorhandene Spielraum bei der Höhe des Punktabzugs ermöglicht es dem Prüfer, die gebotene Gewichtung von leichten und schweren Mängeln der Arbeit vorzunehmen und diese in Bezug zu dem Vergleichsrahmen zu setzen, den er aus seinen Erfahrungen als Prüfer gebildet hat; hier kann er zugleich den Schwierigkeitsgrad der Arbeit berücksichtigen. Der relativ weite Rahmen, der etwa bei Abzügen wegen inhaltlicher Fehler, sowie bei Texttreue und Satzstellung eingeräumt ist, erlaubt es, auch das von der Klägerin eingeforderte Element der subjektiven Leistungseinschätzung in die Bewertung einfließen zu lassen.

Die Kammer ist dabei auch der Auffassung, dass die Vergabe von Punkten für bestimmte Fehler entsprechend den Korrekturrichtlinien der Beklagten für Dolmetscher- und Übersetzerprüfungen sich innerhalb der Vorgaben der Prüfungsordnung und des Bewertungsspielraumes der Prüfer bewegt. Insoweit ist zu berücksichtigen, dass es sich bei der fraglichen Übersetzerprüfung um einen Abschluss handelt, der entsprechend den Ausführungen der Beklagten von einem hohen Niveau ausgeht. Dies steht mit den rechtlichen Vorgaben in Einklang, denn in § 13 b der Prüfungsordnung ist ausdrücklich von schwierigen fremdsprachlichen bzw. deutschen Texten die Rede; zudem setzt die Zulassung zur Prüfung den Nachweis über den Erwerb gehobener allgemeiner und wirtschaftsbezogener fremdsprachlicher Kenntnisse voraus (§ 8 b der Prüfungsordnung). Auf diesem Hintergrund vermag der von der Klägerin angeführte Umstand, dass man im Vergleich etwa zur Fremdsprachenkorrespondentenprüfung bereits bei einer erheblich geringeren Zahl von Fehlern schon die Note ungenügend erreichen kann, keine durchgreifenden Bedenken an dem praktizierten Benotungssystem zu begründen. Schon aus diesem Grunde ist aus dem abweichenden Bewertungssystem der Prüfungen für Fremdsprachenkorrespondenten nichts herzuleiten. Auf diesem Hintergrund können die Anforderungen der Beklagten, die allgemein im Rahmen der hier fraglichen Prüfung gestellt werden (Es sei nachzuweisen, dass ein Text in seinem Zusammenhang und verstanden und unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes so in die andere Sprache übertragen werde, dass er in allen Aspekten den zielsprachlichen Gepflogenheiten entspreche und dabei die Aussagen und Nuancen des Ausgangstextes beinhalte. Die Übersetzungs- und Sprachleistung müsse lexikalisch, semantisch und syntaktisch einwandfrei und so formuliert sein, dass ein Leser, der ausschließlich der Zielsprache mächtig sei, keine Verständnisschwierigkeiten habe. Von dem Berufsstand eines Übersetzers werde erwartet, dass er druckreife Vorlagen abliefere.) nicht beanstandet werden. Davon ausgehend ergibt sich entgegen der Auffassung der Klägerin auch nicht bereits aufgrund ihrer bisherigen Ausbildung und beruflichen Qualifikationen, dass ihre Leistungen gemäß der Notendefinition weder als "ungenügend" noch als "mangelhaft" bewertet werden könnten, da die Notendefinitionen in § 20 Prüfungsordnung auf dem Hintergrund des genannten hohen Niveaus zu sehen sind. In diesem Zusammenhang ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass die in der Klageschrift zitierte Notendefinition für "ungenügend" nicht der des § 20 Abs.1 Prüfungsordnung entspricht.

Die Bewertung der einzelnen Arbeiten ist nicht zu beanstanden. Dies gilt zunächst für den Aufsatz. Die Bewertung dieser Arbeit ist hinreichend begründet worden. Die Randbemerkungen und die Bewertungsblätter der Prüfer lassen zusammen mit der im Widerspruchsbescheid wiedergegebenen Stellungnahme des Prüfungsausschusses zu den Einwänden der Klägerin die maßgeblichen Gründe, die die Prüfer zu ihrer Bewertung veranlasst haben, hinreichend erkennen. Die Kammer hält die dortigen Ausführungen in Verbindung mit der Korrektur sowie den Bewertungsblättern für nachvollziehbar. Insbesondere ist auch dargelegt worden, dass die Klägerin inhaltlich zu dem von ihr gewählten Thema praktisch keine Ausführungen gemacht hat. Soweit in den beiden Bewertungsbögen der Stil nur mit 25 bzw. 30 Punkten bewertet worden ist, ist dies damit begründet worden, dass Zeiten und Vokabeln falsch verwendet worden seien. Dies ist mit den entsprechenden Korrekturzeichen in der Arbeit selbst gekennzeichnet, wobei in der Arbeit außerdem auch noch bestimmte Fehler ausdrücklich als Stilfehler bezeichnet worden sind. Zudem ist hinsichtlich der Verwendung des "past tenses" im Widerspruchsbescheid ausgeführt worden, dass in Sätzen, die in einem logischen Zusammenhang standen, unterschiedliche Tempi verwendet worden sind. Die Klägerin hat im Klageverfahren zu diesen Einzelargumenten des Widerspruchsbescheides nichts vorgetragen, was Zweifel an der Korrektheit der Bewertung wecken könnte.

Bezüglich der Übersetzung Englisch/Deutsch ergeben sich die Gründe für die Bewertung ebenfalls aus den Einzelkorrekturen in Verbindung mit der Begründung des Widerspruchsbescheides. Dort ist ebenfalls dargelegt worden, welche Begriffe anstelle der in der Übersetzung der Klägerin beanstandeten hätten verwendet werden können oder sollen. Auch insoweit ist nicht ersichtlich, dass die Prüfer den ihnen zustehenden Beurteilungsspielraum überschritten hätten. Denn die Klägerin hat insofern nicht belegt, dass die Auffassung der Prüfer fachlich nicht haltbar ist, sondern hat lediglich ihre davon abweichende Meinung im Rahmen der Widerspruchsbegründung zum Ausdruck gebracht. Davon abgesehen würde sich selbst dann, wenn die von der Klägerin als fehlerhaft gerügten Punktabzüge außer Ansatz gelassen würden, lediglich eine Punktzahl von 36 Punkten ergeben, so dass damit die Prüfungsleistung immer noch im Bereich des "mangelhaft" läge.

Bezüglich der Übersetzung Deutsch/Englisch sieht die Kammer auf der Grundlage der Korrektur der Arbeit sowie der Ausführungen des Widerspruchsbescheides ebenfalls keine rechtlichen Fehler bei der Bewertung. Auch insoweit ist nachvollziehbar ausgeführt worden, warum die von der Klägerin in ihrem Widerspruch aufgegriffenen Be- griffe nicht korrekt übersetzt worden sind, ohne dass die Klägerin dem fundiert entgegengetreten ist. Insbesondere ist davon auszugehen, dass kein Anlass bestand, die Textvorlage in der von der Klägerin für richtig gehaltenen Weise umzudeuten. Denn der Ausgangstext war entgegen der Annahme der Klägerin im fraglichen Punkt nicht sinnwidrig oder unlogisch. Davon abgesehen würde auch insoweit die Nichtberücksichtigung der von der Klägerin monierten Punktabzüge nur zu einer neuen Punktzahl von 36,5 Punkten führen, was immer noch im Bereich des "mangelhaft" läge.

Die Bewertung des Diktates lässt ebenfalls keine Rechtsfehler erkennen. Diesbezüglich hat die Klägerin letztlich nur geltend gemacht, dass die jeweils für einzelne Fehler angesetzten Punktzahlen zu hoch seien. Insoweit ist bereits eingangs darauf hingewiesen worden, dass das von den Prüfern praktizierte Noten- und Bewertungssystem nicht zu beanstanden ist, weil es auf dem Hintergrund des ohne Rechtsverstoß angesetzten Niveaus mit den Vorgaben der Prüfungsordnung in Einklang steht und sich im Übrigen im Rahmen des den Prüfern zustehenden Beurteilungsspielraumes bewegt.

Danach war die Klage mit der Kostenfolge aus § 154 Abs. 1 VwGO abzuweisen.

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