AG Sonthofen, Urteil vom 28.03.2008 - 2 C 841/07
Fundstelle
openJur 2012, 90945
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Tenor

1. Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 267,10 Euro nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszins seit 25.10.07 zu bezahlen.

2. Der Beklagte wird darüberhinaus verurteilt, an den Kläger vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten in Höhe von 58,48 Euro zzgl. Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszins seit dem 18.12.07 zu bezahlen.

3. Von den Kosten des Rechtstreits haben der Kläger 30 % und der der Beklagte 70 % zu tragen.

4. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Gründe

(abgekürzt und ohne Tatbestand gem. §§ 495 a, 313 a Abs. 1 ZPO)

Die Klage ist zulässig und, soweit sie noch aufrechterhalten wurde, bezüglich Klageantrag Ziffer 1 vollumfänglich und bezüglich Klageantrag Ziffer 2 größtenteils begründet.

Unstreitig wurde der Pkw des Klägers, ein BMW mit dem Kennzeichen ... vom Pkw des Beklagten ... am 6.9.07 beim Schuhgeschäft Deichmann in Sonthofen hinten links an der Stoßstange beschädigt.

Die Beseitigung der Schäden verursacht gemäß Kostenvoranschlag der ... vom 30.1.08 Kosten in Höhe von 267,10 Euro netto.

5Der Beklagte kann gegen den Schadenersatzanspruch nicht einwenden, dass die Stoßstange hinten rechts bereits einen Vorschaden hatte und somit nicht weiter hätte beschädigt werden können. Es ist durchaus möglich, hier nur die schadhafte Stelle auszubessern und nachzulackieren, ohne gleichzeitig den anderen Vorschaden zu beseitigen.

Darüberhinaus mußte es der Kläger auch nicht hinnehmen, die bereits vorbeschädigte Stoßstange mit einem weiteren Schaden zu akzeptieren.

Die Klage erweist sich demnach, soweit sie noch aufrechterhalten wurde, als begründet.

Ersatz seiner vorgerichtlichen Anwaltskosten kann der Kläger nur in Höhe von 70 % beanspruchen, da die Klage nur in Höhe von 70 %, ausgehend vom ursprünglichen Klagebetrag von 385,90 Euro, begründet war.

Da der Kläger ursprünglich 385,90 Euro geltend gemacht hat und nunmehr zuletzt in der Hauptsache 267,10 Euro begehrte, waren die Kosten zu quoteln, §§ 91, 269 Abs. 3 ZPO.

Die vorläufige Vollstreckbarkeit ergibt sich aus den §§ 708 Nr. 11, 711, 713 ZPO.