AG Berlin-Mitte, Urteil vom 25.04.2007 - 101 C 3369/06
Fundstelle
openJur 2012, 5841
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Tenor

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Der Kläger hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Gründe

Die Klage ist unbegründet.

Es handelt sich vorliegend um einen Bagatellschaden, denn die Reparaturkostenhöhe liegt bei nur 559,75 EUR netto. Kosten für ein privates Sachverständigengutachten sind bei einem Bagatellschaden nur dann gem. § 249 S. 2 BGB ersatzfähig, wenn aufgrund des Schadensbildes der Geschädigte nicht eindeutig einschätzen kann, ob aufgrund besonderer Umstände ein schwerwiegender Schaden, etwa an Rahmen, Motor, Getriebe oder sonstigen empfindlichen Kfz-Teilen zu befürchten ist. Solche besonderen Umstände hat der Kläger nicht vorgetragen. In Anbetracht des äußeren Schadensbildes bestand kein Anlass zur Sorge, dass schwerwiegende Mängel unentdeckt bleiben könnten. Zu sehen sind auf den Fotos in der Anlage zum Gutachten nur Kratzer und Schleifspuren an der hinteren linken Stoßstangenecke des ansonsten komplett unbeschädigten Autos. Dem Kläger war es daher in Ausübung seiner Schadensminderungspflicht zuzumuten, den Schadensumfang durch Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt ermitteln zu lassen (§ 254 II BGB). Dies auch deshalb, weil die Verschuldensfrage klar und die Beklagte zu 2) regulierungsbereit war.

Die Nebenentscheidungen folgen aus den §§ 91 Abs. 1, 713 ZPO.

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