OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 28.04.2015 - 1 M 78/15
Fundstelle
openJur 2020, 29860
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1. Maßgebend für den Leistungsvergleich nach Art. 33 Abs. 2 GG ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil der Beurteilung; bei zwei selbständigen Teil-Gesamturteilen sind beide Teil-Gesamturteile maßgebend für den Leistungsvergleich. Mit welchem Gewicht die jeweiligen Teil-Gesamtbewertungen in den Leistungsvergleich einfließen, obliegt der Entscheidung des Dienstherrn.

2. Nichts anderes gilt für die Gewichtung von Einzelmerkmalen, sofern nicht von Gesetzes wegen oder - ausnahmsweise - aufgrund eines spezifischen Anforderungsprofils eines zugleich mit dem Statusamt zu vergebenden bestimmten Dienstpostens etwas anderes geboten oder gerechtfertigt ist.

3. Für den Fall unterschiedlicher Teil-Gesamturteile darf die rein numerischen Kalkulation der als gleichgewichtig angesehenen Einzelmerkmalsbewertungen ebenso wenig wie die Bildung von "Ordnungs-Gruppen" dazu führen, dass die in erster Linie gegebene Maßgeblichkeit der (Teil-)Gesamturteile einerseits wie auch deren angenommene Gleichwertigkeit andererseits durch die Gleichwertigkeit der Einzelmerkmale letztlich doch negiert werden.

4. Findet indes eine Auswahlentscheidung zwischen Beamten statt, deren Teil-Gesamturteile gleichlautend sind und die sich um gleiche Statusämter bewerben, vermag weder eine gleiche noch eine unterschiedliche Gewichtung von Einzelmerkmalen die Maßgeblichkeit der Teil-Gesamturteile zu beseitigen. Insofern besteht nicht von vornherein der Zwang, Einzelmerkmale gleich oder divergierend zu gewichten.

Gründe

1. Die zulässige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes Magdeburg - 5. Kammer - vom 23. März 2015, deren Prüfung gemäß § 146 Abs. 4 Satz 1 und 6 VwGO auf die dargelegten Gründe beschränkt ist, hat in der Sache keinen Erfolg. Die vom Antragsteller vorgebrachten Einwendungen rechtfertigen die Abänderung des angefochtenen Beschlusses nicht.

Gemäß § 123 Abs. 1 Satz 2 VwGO kann das Gericht eine einstweilige Anordnung zur Regelung eines vorläufigen Zustandes in Bezug auf das streitige Rechtsverhältnis erlassen, um wesentliche Nachteile abzuwenden oder drohende Gewalt zu verhindern oder wenn die Regelung aus anderen Gründen nötig erscheint. Der geltend gemachte Anspruch (Anordnungsanspruch) sowie die Notwendigkeit der vorläufigen Regelung (Anordnungsgrund) sind gemäß § 123 Abs. 3 VwGO in Verbindung mit den §§ 920 Abs. 2, 294 ZPO glaubhaft zu machen. Wird mit einer Regelungsanordnung nach § 123 Abs. 1 Satz 2 VwGO die Hauptsache ganz oder teilweise vorweggenommen und dadurch in aller Regel ein faktisch endgültiger Zustand geschaffen, kann eine Regelung nur ergehen, wenn der Antragsteller in der Hauptsache zumindest überwiegende Erfolgsaussichten hat und schlechthin unzumutbaren, anders nicht abwendbaren Nachteilen ausgesetzt wäre, wenn er auf den rechtskräftigen Abschluss eines Klageverfahrens verwiesen werden müsste. Überwiegende Aussichten in der Hauptsache bestehen hingegen nur dann, wenn der geltend gemachte Anspruch mit größter Wahrscheinlichkeit begründet ist und aller Voraussicht nach auch im Hauptsacheverfahren bestätigt werden wird (vgl. OVG LSA, Beschluss vom 5. Januar 2007 - 1 M 1/07 -, juris [m. w. N.]).

Die Annahme des Verwaltungsgerichtes, die Antragsgegnerin habe den aus Art. 33 Abs. 2 GG i. V. m. Art. 19 Abs. 4 GG resultierenden Bewerbungsverfahrensanspruch des Antragstellers in dem hier streitigen Auswahlverfahren nicht verletzt, wird von der Beschwerde nicht schlüssig in Frage gestellt.

Nach Art. 33 Abs. 2 GG hat jeder Deutsche nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amt. Danach sind öffentliche Ämter nach Maßgabe des Leistungsgrundsatzes zu besetzen, dessen Geltung durch Art. 33 Abs. 2 GG unbeschränkt und vorbehaltlos gewährleistet wird. Art. 33 Abs. 2 GG vermittelt ein grundrechtsgleiches Recht auf leistungsgerechte Einbeziehung in die Bewerberauswahl unmittelbar nach Maßgabe von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Ein Bewerber um ein öffentliches Amt kann verlangen, dass seine Bewerbung nur aus Gründen zurückgewiesen wird, die durch den Leistungsgrundsatz gedeckt sind (Bewerbungsverfahrensanspruch). Der Bewerberauswahl dürfen nur Gesichtspunkte zugrunde gelegt werden, die den von Art. 33 Abs. 2 GG geforderten Leistungsbezug aufweisen (BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2011 - 2 C 19.10 -, NVwZ 2011, 1270 [m. w. N.]). Ein Beförderungsbewerber hat dementsprechend einen Anspruch darauf, dass der Dienstherr über seine Bewerbung ermessens- und beurteilungsfehlerfrei entscheidet (BVerfG, Kammerbeschluss vom 9. Juli 2002 - 2 BvQ 25/02 -, NVwZ 2002, 1367, und Kammerbeschluss vom 24. September 2002 - 2 BvR 857/02 -, NVwZ 2003, 200; BVerwG, Urteil vom 21. August 2003 - 2 C 14.02 -, BVerwGE 118, 370 [m. z. N.]).

Die im Rahmen der Ermessensentscheidung vorzunehmende Beurteilung von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ist ein Akt wertender Erkenntnis, bei dem der Ernennungsbehörde durch Art. 33 Abs. 2 GG ein Beurteilungsspielraum eingeräumt ist mit der Folge, dass Verwaltungsgerichte bei der Überprüfung der behördlichen Entscheidung darauf beschränkt sind, die Einhaltung seiner Grenzen zu kontrollieren, nämlich ob der Dienstherr den anzuwendenden Begriff oder den gesetzlichen Rahmen der Beurteilungsermächtigung verkannt hat, von einem unrichtigen Sachverhalt ausgegangen ist, allgemein gültige Bewertungsmaßstäbe nicht beachtet oder sachfremde Erwägungen angestellt hat (siehe: OVG LSA, Beschluss vom 26. August 2009 - 1 M 52/09 -, juris [m. w. N.]). Wird das subjektive Recht aus Art. 33 Abs. 2 GG durch eine fehlerhafte Auswahlentscheidung des Dienstherrn verletzt, folgt daraus, dass der unterlegene Bewerber eine erneute Entscheidung über seine Bewerbung zumindest dann beanspruchen kann, wenn seine Aussichten, beim zweiten Mal ausgewählt zu werden, offen sind, d. h. wenn seine Auswahl möglich erscheint (BVerfG, Beschluss vom 24. September 2002 - 2 BvR 857/02 -, NVwZ 2003, 200).

Hiervon geht das Verwaltungsgericht in der angefochtenen Entscheidung zutreffend aus; dies wird auch von der Beschwerde nicht weiter in Frage gestellt.

Soweit die Beschwerde rügt, das Verwaltungsgericht gehe zu Unrecht davon aus, dass vorliegend eine unterschiedslose, gleichwertige Gewichtung aller Einzelmerkmalsbewertungen bei der Binnendifferenzierung rechtlich nicht zu beanstanden sei, vermag der Senat dem nicht zu folgen.

Der von Art. 33 Abs. 2 GG geforderte Leistungsvergleich der Bewerber um ein Beförderungsamt muss anhand aussagekräftiger, d. h. aktueller, hinreichend differenzierter und auf gleichen Bewertungsmaßstäben beruhender dienstlicher Beurteilungen vorgenommen werden. Demzufolge liegt ein Verstoß gegen Art. 33 Abs. 2 GG vor, wenn der getroffenen Beförderungsentscheidung keine (hinreichend aussagekräftigen) dienstlichen Beurteilungen zugrunde lagen (siehe zum Vorstehenden: OVG LSA, Beschluss vom 15. April 2014 - 1 M 31/14 -, juris [m. w. N.]). Maßgebend für den Leistungsvergleich nach Art. 33 Abs. 2 GG ist in erster Linie das abschließende Gesamturteil der Beurteilung, das durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der einzelnen leistungsbezogenen Gesichtspunkte zu bilden ist (siehe zusammenfassend: BVerwG, Beschluss vom 22. November 2012 - 2 VR 5.12 -, juris [m. w. N.]). Besteht eine dienstliche (Regel-)Beurteilung nicht aus nur einem Gesamturteil, sondern - wie hier - zwei selbständigen Teil-Gesamturteilen, sind beide Teil-Gesamturteile maßgebend für den Leistungsvergleich (vgl. auch: BVerwG, Beschluss vom 25. Oktober 2011 - 2 VR 4.11 -, Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 50 [m. w. N.]; siehe zudem: OVG LSA, Beschluss vom 15. April 2014, a. a. O.). Mit welchem Gewicht die jeweiligen Teil-Gesamtbewer-tungen in den Leistungsvergleich einfließen, obliegt indes allein der Entscheidung des Dienstherrn. Die im Rahmen der Ermessensentscheidung vorzunehmende Beurteilung von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ist nämlich ein Akt wertender Erkenntnis, bei dem der Ernennungsbehörde durch Art. 33 Abs. 2 GG ein Beurteilungsspielraum eingeräumt ist mit der Folge, dass Verwaltungsgerichte bei der Überprüfung der behördlichen Entscheidung darauf beschränkt sind, die Einhaltung seiner Grenzen zu kontrollieren, nämlich ob der Dienstherr den anzuwendenden Begriff oder den gesetzlichen Rahmen der Beurteilungsermächtigung verkannt hat, von einem unrichtigen Sachverhalt ausgegangen ist, allgemein gültige Bewertungsmaßstäbe nicht beachtet oder sachfremde Erwägungen angestellt hat (siehe OVG LSA, Beschluss vom 3. Januar 2013, a. a. O. [m. w. N.]). Nichts anderes gilt für die Gewichtung von Einzelmerkmalen, sofern nicht von Gesetzes wegen oder - ausnahmsweise - aufgrund eines spezifischen Anforderungsprofils eines zugleich mit dem Statusamt zu vergebenden bestimmten Dienstpostens etwas anderes geboten oder gerechtfertigt ist (siehe hierzu: OVG LSA, Beschluss vom 15. September 2014 - 1 M 76/14 -, juris [m. w. N.]; Beschluss vom 16. Juni 2014 - 1 M 51/14 -, juris [m. w. N.]).

Hiernach legt die Antragsgegnerin ohne Rechtsfehler beide Teil-Gesamturteile der dienstlichen Beurteilungen zugrunde. Ebenso wenig ist rechtlich zu erinnern, dass die Antragsgegnerin die Teil-Gesamturteile als gleichgewichtig ansieht und dementsprechend gleich gewichtet hat. Eine solche Gewichtung ist allerdings konsequent anzuwenden. Für den - hier nicht gegebenen - Fall unterschiedlicher Teil-Gesamturteile hat der Senat daher bereits entschieden, dass die rein numerischen Kalkulation der ebenfalls als gleichgewichtig angesehenen Einzelmerkmalsbewertungen ebenso wenig wie die Bildung von "Ordnungs-Gruppen" dazu führen darf, dass die in erster Linie gegebene Maßgeblichkeit der (Teil-)Gesamturteile einerseits wie auch deren angenommene Gleichwertigkeit andererseits durch die Gleichwertigkeit der Einzelmerkmale letztlich doch negiert werden. Insbesondere vermag bei divergierender Gesamtbewertung die kalkulatorische Addierung der als gleichgewichtig angesehenen Einzelmerkmalsbewertungen einen Leistungsvorsprung des in der Gesamtbewertung als leistungsschwächer angesehen Beamten nicht zu begründen (siehe zum Vorstehenden: OVG LSA, Beschluss vom 24. März 2015 - 1 M 54/15 -, juris [ergangen zu dem von der Beschwerde angeführten Beschluss des Verwaltungsgerichtes Halle vom13. Februar 2015 - 5 B 239/14 HAL -]).

Findet indes - wie im gegebenen Fall - eine Auswahlentscheidung zwischen Beamten statt, deren Teil-Gesamturteile gleichlautend sind und die sich um gleiche Statusämter - hier als Oberkommissar (Besoldungsgruppe A 10 LBesO LSA) - bewerben, vermag weder eine gleiche noch eine unterschiedliche Gewichtung von Einzelmerkmalen die Maßgeblichkeit der Teil-Gesamturteile zu beseitigen. Insofern besteht nicht von vornherein der Zwang, Einzelmerkmale gleich oder divergierend zu gewichten. Aus welchen Rechtsgründen hier gleichwohl eine unterschiedliche Gewichtung der Einzelmerkmale zwingend geboten sein sollte, legt die Beschwerde - auch mit ihrer Bezugnahme auf den vorbezeichneten Beschluss des Verwaltungsgerichtes Halle - hingegen nicht schlüssig dar, zumal die in Bezug genommenen Beschlussgründe des Verwaltungsgerichtes nicht tragend sind. Bei der vorliegenden Fallgestaltung soll - wie ausgeführt - schon keine Beförderung "in unterschiedliche, aber gleichwertige Statusämter erfolgen". Ebenso wenig zeigt die Beschwerde plausibel auf, dass und welche Einzelmerkmale in Bezug auf das hier allein zu vergebende Statusamt von Gesetzes wegen ein besonderes Gewicht aufweisen. Dem hier maßgeblichen Auswahlvermerk ist im Übrigen hinreichend deutlich zu entnehmen, dass die Antragsgegnerin den jeweiligen Einzelmerkmalen dasselbe Gewicht beigemessen hat.

Unzutreffend ist das Beschwerdevorbringen, soweit es geltend macht, es mangele an der Vergleichbarkeit dienstlicher Regelbeurteilungen deshalb, weil bei einzelnen Beamten bestimmte Einzelmerkmale nicht bewertet worden seien. Vielmehr ist dies sachlich gerechtfertigt in den Regelungen der Beurteilungsstimmungen angelegt, wonach nicht beobachtbare Merkmale unbewertet zu bleiben haben. Im Übrigen mag die Bewertung weiterer Einzelmerkmale für eine Auswahlentscheidung von besonderem Gewicht sein. Aus welchen rechtlichen oder tatsächlichen Gründen dies indes vorliegend konkret der Fall sein soll, zeigt die Beschwerde jedoch nicht weiter auf.

Ohne Erfolg rügt die Beschwerde schließlich, dass die Antragsgegnerin - und insofern auch das Verwaltungsgericht - nach der Annahme eines wesentlichen Leistungsgleichstandes zwischen dem Antragsteller, dem Beigeladenen und einem weiteren Beamten nach Maßgabe der Teil-Gesamturteile sowie der Einzelmerkmalsbewertungen in den aktuellen Regelbeurteilungen sodann auf die Ergebnisse - der Teil-Gesamturteile - der vorangegangenen Regelbeurteilungen der Bewerber abgestellt hat. Unzutreffend ist, dass die Antragsgegnerin in ihrem Auswahlvermerk vom 1. Dezember 2014 hierzu keine oder nur unzureichende Erwägungen angestellt hätte (siehe Seite "4" unten f.). Vielmehr ergibt sich daraus, dass die Antragsgegnerin infolge des von ihr angenommenen wesentlichen Leistungsgleichstandes der verbliebenen Bewerber auf das weitere Leistungskriterium der vorangegangenen Regelbeurteilung, und zwar auf die dort enthaltenen Teil-Gesamturteile zugreifen wollte. Diese Vorgehensweise ist - wie das Verwaltungsgericht unter zutreffendem Hinweis auf die einschlägige höchstrichterliche Rechtsprechung ausgeführt hat - rechtlich nicht zu erinnern (siehe zudem: BVerwG, Beschluss vom 29. Januar 2013 - 1 WB 60.11 -, juris [m. w. N.]; Urteil vom 21. August 2003 - 2 C 14.02 -, BVerwGE 118, 370; OVG LSA, Beschluss vom 6. März 2015 - 1 M 2/15 -, [m. w. N.] zur Veröffentlichung bestimmt; Beschluss vom 26. September 2013 - 1 M 89/13 -, juris; Beschluss vom 12. Januar 2012 - 1 M 174/11 -, juris). Maßgebend für den Leistungsvergleich in erster Linie sind auch hier zunächst das abschließende Gesamturteil bzw. die abschließenden Teil-Gesamturteile der Beurteilung. Dass die Antragsgegnerin entsprechend verfahren ist, ergibt sich aus den von ihr schriftlich fixierten Erwägungen im Auswahlvermerk. Wegen des danach festgestellten Leistungsvorsprunges der Mitbewerber gegenüber dem Antragsteller aufgrund eines Notensprunges in einem Gesamt-Teilurteil bedurfte es keiner weitergehenden Darlegung von Auswahlerwägungen (vgl.: OVG LSA, Beschluss vom 6. März 2015 - 1 M 31/14 -, juris; Beschluss vom 26. September 2013, a. a. O.); Gegenteiliges zeigt auch die Beschwerde nicht schlüssig auf.

Soweit die Beschwerde in diesem Zusammenhang geltend macht, der Antragsteller habe in der Zeit von September 2007 bis September 2011 einen mit A 10 LBesO bewerteten und damit höherwertigen Dienstposten wahrgenommen, vermag er sich hierauf im vorliegenden Auswahlverfahren nicht mit Erfolg zu berufen. Denn diesem Umstand war bereits in der insoweit maßgeblichen Regelbeurteilung Rechnung zu tragen und hat daher darin seinen entsprechenden Niederschlag gefunden. Eine Relativierung seiner mit dieser erfolgten Leistungsbeurteilung ist daher nicht statthaft.

2. Die Kostenentscheidung folgt aus §§ 154 Abs. 2, 162 Abs. 3 VwGO. Die außergerichtlichen Kosten des Beigeladenen waren nicht aus Gründen der Billigkeit für erstattungsfähig zu erklären (vgl. hierzu: OVG LSA, Beschlüsse vom 6. Oktober 2014 - 1 O 119/14 - und vom 7. September 2009 - 1 M 64/09 -, jeweils juris [m. w. N.]).

3. Die Entscheidung über die Festsetzung der Höhe des Streitwertes für das Beschwerdeverfahren beruht auf § 53 Abs. 2 Nr. 1 GKG i. V. m. §§ 47, 52 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1, Satz 2 bis 4 GKG in der seit dem 16. Juli 2014 (Gesetz vom 8. Juli 2014, BGBl. I S. 890) geltenden Fassung (§§ 40, 71 Abs. 1 GKG). Insofern war hier im Hinblick auf das angestrebte Amt für das Beschwerdeverfahren die Hälfte der Summe der für ein Kalenderjahr nach der Besoldungsgruppe A 10 LBesO LSA zu zahlenden Bezüge im Zeitpunkt der Rechtsmitteleinlegung zugrunde zu legen. Dabei geht der Senat davon aus, dass der Antragsteller wenigstens der 6. Erfahrungsstufe (3.184,37 € monatlich) zugeordnet ist. Der sich daraus ergebende Betrag war nicht im Hinblick auf ein bloßes Neubescheidungsbegehren weiter zu reduzieren (siehe: OVG LSA, Beschlüsse vom 15. April 2014 - 1 M 31/14 und 1 M 33/14 -, juris [m. w. N.]).

4. Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§§ 60 Abs. 5, 152 Abs. 1 VwGO, § 68 Abs. 1 Satz 5 GKG i. V. m. § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG).