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Strafgesetzbuch (StGB)

§ 56 Strafaussetzung

§ 56 Strafaussetzung

(1) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus, wenn zu erwarten ist, daß der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird. Dabei sind namentlich die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind.

(2) Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 auch die Vollstreckung einer höheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung aussetzen, wenn nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen. Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu berücksichtigen.

(3) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet.

(4) Die Strafaussetzung kann nicht auf einen Teil der Strafe beschränkt werden. Sie wird durch eine Anrechnung von Untersuchungshaft oder einer anderen Freiheitsentziehung nicht ausgeschlossen.

Fundstellen

  1. AG Neustadt a. Rbge. · Urteil vom 17. Oktober 2013 · Az. 60 Cs 7231 Js 21262/13 (59/13)

    Die Erschaffung eines Fantasiestaates und die Erstellung von Fantasiedokumenten wie Führerscheinen und Personalausweisen, die dem Angeklagten den ...

    Strafrecht Verkehrsrecht

    §§ 69a Abs. 1 Satz 3, 56 Abs. 3 StGBStrafgesetzbuch; §§ 2, 21 Abs. 1 Nr. 1 StVGStraßenverkehrsgesetz

  2. LG Osnabrück · Urteil vom 6. März 2013 · Az. 10 KLs - 140 Js 2/07 - 38/09, 140 Js 2/07, 10 KLs 38/09

    Zur Strafbarkeit von sog. "Ping"-Anrufen

    Strafrecht Telekommunikationsrecht

    §§ 56, 263 Abs. 1, 25 Abs. 2, 27 StGBStrafgesetzbuch

  3. LG Hamburg · Urteil vom 5. Februar 2013 · Az. 632 KLs 6/12, 632 KLs 6/12 - 7200 Js 9/11

    zur Strafbarkeit eines Anästhesisten wegen fahrlässiger Tötung; unzureichende Beatmung des Patienten; Nichtbemerken des ausgeschalteten Alarmknopfes am verwendeten Beatmungsgerät

    Medizin- und Pharmarecht Strafrecht

    §§ 56, 222 StGBStrafgesetzbuch

  4. LG Kiel · Urteil vom 17. September 2008 · Az. 8 Ks 6/08

    Urteil vom 17. September 2008 · Az. 8 Ks 6/08

    Strafrecht

    §§ 56 Abs. 2, 221 Abs. 1 Nr. 1, 221 Abs. 3, 221 Abs. 4, 222, 56 Abs. 1 StGBStrafgesetzbuch

  5. LG Fulda · Urteil vom 30. April 2009 · Az. 16 Js 1/08 - 1 Ks

    zur Strafbarkeit des Abbruches künstlicher Ernährung; Sterbehilfe; versuchter Totschlag

    Strafrecht

    §§ 17 Satz 2, 22, 56 Abs. 1, 212 Abs. 1, 23 Abs. 1, 49 Abs. 1, 25 Abs. 2, 23 Abs. 2, 213 2. Alt. StGBStrafgesetzbuch

  6. OLG Dresden · Beschluss vom 14. September 2009 · Az. 2 Ws 433/09

    Beschluss vom 14. September 2009 · Az. 2 Ws 433/09

    Prozessrecht Strafprozessrecht Strafrecht

    §§ 56, 56g StGBStrafgesetzbuch; § 456a StPOStrafprozessordnung

  7. OLG Dresden · Urteil vom 13. Oktober 2003 · Az. 2 Ss 228/03

    Urteil vom 13. Oktober 2003 · Az. 2 Ss 228/03

    Strafprozessrecht Prozessrecht Strafrecht

    § 56 StGBStrafgesetzbuch; § 318 StPOStrafprozessordnung