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Strafgesetzbuch (StGB)

§ 239a Erpresserischer Menschenraub

§ 239a Erpresserischer Menschenraub

(1) Wer einen Menschen entführt oder sich eines Menschen bemächtigt, um die Sorge des Opfers um sein Wohl oder die Sorge eines Dritten um das Wohl des Opfers zu einer Erpressung (§ 253) auszunutzen, oder wer die von ihm durch eine solche Handlung geschaffene Lage eines Menschen zu einer solchen Erpressung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat wenigstens leichtfertig den Tod des Opfers, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.

(4) Das Gericht kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 mildern, wenn der Täter das Opfer unter Verzicht auf die erstrebte Leistung in dessen Lebenskreis zurückgelangen läßt. Tritt dieser Erfolg ohne Zutun des Täters ein, so genügt sein ernsthaftes Bemühen, den Erfolg zu erreichen.

Fundstellen

  1. LG Hamburg · Urteil vom 19. Oktober 2012 · Az. 603 KLs 17/10

    zur Strafbarkeit somalischer Piraten

    Strafrecht

    §§ 51 Abs. 4 Satz 2, 52, 25 Abs. 2, 6 Nr. 3, 7 Abs. 1, 239a Abs. 1, 316c Abs. 1, 4, 74 Abs. 1, 74 Abs. 2 StGBStrafgesetzbuch; §§ 1, 105, 3 JGGJugendgerichtsgesetz

  2. LG Frankfurt am Main · Urteil vom 28. Juli 2003 · Az. 5/22 Ks 2/03 3490 Js 230118/02

    Urteil vom 28. Juli 2003 · Az. 5/22 Ks 2/03 3490 Js 230118/02

    Strafrecht

    §§ 54, 239a Abs. 1, 53, 52, 164 Abs. 1, 239a Abs. 3, 239 Abs. 1, 211 StGBStrafgesetzbuch

  3. BGH · Urteil vom 19. September 2001 · Az. 2 StR 240/01

    zum Tatbestand des erpresserischen Menschenraubs

    Strafrecht

    §§ 21, 239a, 250 Abs. 2 Nr. 1 StGBStrafgesetzbuch