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Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

§ 314 Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund

§ 314 Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund

(1) Dauerschuldverhältnisse kann jeder Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.

(2) Besteht der wichtige Grund in der Verletzung einer Pflicht aus dem Vertrag, ist die Kündigung erst nach erfolglosem Ablauf einer zur Abhilfe bestimmten Frist oder nach erfolgloser Abmahnung zulässig. Für die Entbehrlichkeit der Bestimmung einer Frist zur Abhilfe und für die Entbehrlichkeit einer Abmahnung findet § 323 Absatz 2 Nummer 1 und 2 entsprechende Anwendung. Die Bestimmung einer Frist zur Abhilfe und eine Abmahnung sind auch entbehrlich, wenn besondere Umstände vorliegen, die unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die sofortige Kündigung rechtfertigen.

(3) Der Berechtigte kann nur innerhalb einer angemessenen Frist kündigen, nachdem er vom Kündigungsgrund Kenntnis erlangt hat.

(4) Die Berechtigung, Schadensersatz zu verlangen, wird durch die Kündigung nicht ausgeschlossen.

(+++ § 314: Zur Nichtanwendung vgl. § 10 Abs. 5 KredWG +++)

Fundstellen

  1. OLG Dresden · Beschluss vom 23. Juni 2014 · Az. U 4/14 Kart

    Beschluss vom 23. Juni 2014 · Az. U 4/14 Kart

    Zivilrecht Energierecht

    § 314 Abs. 1 Satz 2 BGBBürgerliches Gesetzbuch; § 20 Abs. 1 Satz 1 EnWGGesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung

  2. LG Leipzig · Urteil vom 29. Oktober 2013 · Az. 01 HK O 2742/13

    Urteil vom 29. Oktober 2013 · Az. 01 HK O 2742/13

    Zivilrecht Energierecht

    § 314 Abs. 1 BGBBürgerliches Gesetzbuch; § 20 Abs. 1 Satz 1 EnWGGesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung

  3. LG Leipzig · Urteil vom 31. Januar 2014 · Az. 01 HK O 3576/13

    Urteil vom 31. Januar 2014 · Az. 01 HK O 3576/13

    Energierecht Zivilrecht

    § 314 Abs. 1 BGBBürgerliches Gesetzbuch; § 20 EnWGGesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung; § 24 StromNZV<kein Titel bekannt>

  4. BGH · Urteil vom 7. März 2013 · Az. III ZR 231/12

    a) Zur Kündigung eines DSL-Anschlussvertrags aus wichtigem Grund durch den Kunden, wenn bei einem Wechsel des Anbieters eines DSL-Anschlusses de ...

    Telekommunikationsrecht Zivilrecht

    §§ 818 Abs. 1, 626 Abs. 1, 314 Abs. 1 Satz 2, 818 Abs. 2 BGBBürgerliches Gesetzbuch; §§ 97 Abs. 1, 45i Abs. 2 TKGTelekommunikationsgesetz

  5. AG Wismar · Urteil vom 10. Dezember 2012 · Az. 2 C 371/11

    Zum Recht des Telefonkunden zur fristlosen Kündigung infolge eines Umzugs, wenn der Telefonanbieter nicht in der Lage (entgegen BGH, openJur 2010 ...

    Telekommunikationsrecht Zivilrecht

    § 314 BGBBürgerliches Gesetzbuch

  6. LG Koblenz · Urteil vom 23. November 2006 · Az. 16 O 83/05

    Urteil vom 23. November 2006 · Az. 16 O 83/05

    Versicherungsrecht Zivilrecht

    § 314 BGBBürgerliches Gesetzbuch

  7. AG Frankfurt am Main · Beschluss vom 14. Juli 2011 · Az. 30 C 1549/11

    Beschluss vom 14. Juli 2011 · Az. 30 C 1549/11

    Domainrecht Internetrecht IT- und Medienrecht Zivilrecht

    §§ 12, 314 Abs. 2 BGBBürgerliches Gesetzbuch; §§ 935, 938, 940, 921 ZPOZivilprozessordnung

  8. BGH · Urteil vom 11. November 2010 · Az. III ZR 57/10

    kein Recht zur außerordentlichen Kündigung eines DSL-Vertrages nach Umzug, wenn Provider am neuen Wohnort keine Leistungen erbringen kann

    Internetrecht IT- und Medienrecht Providerrecht Zivilrecht

    §§ 314, 626, 313 BGBBürgerliches Gesetzbuch

  9. LG Magdeburg · Urteil vom 18. August 2010 · Az. 7 O 456/10

    zu unzulässigen AGB-Klauseln in Stromversorgungsverträgen; Unwirksamkeit einer Werbeeinwilligung in AGB

    Verbraucherrecht Zivilrecht

    §§ 308 Nr. 1, 314 BGBBürgerliches Gesetzbuch; §§ 4 Nr. 11, 3, 7 Abs. 2 Nr. 2 UWGGesetz gegen den unlauteren Wettbewerb; § 1 UKlaGGesetz über Unterlassungsklagen bei Verbraucherrechts- und anderen Verstößen

  10. LAG Schleswig-Holstein · Urteil vom 8. April 2010 · Az. 4 Sa 474/09

    fristlose Kündigung, Beleidigung, Arschloch, Repräsentant eines Kunden

    Arbeitsrecht

    §§ 626 Abs. 1, 314 Abs. 2 BGBBürgerliches Gesetzbuch